„Südtirol ist keine medizinische Peripherie“
Gestern, am 21. September, fand im NOI Techpark in Bozen der Informationsabend „Investment for the Future“ statt. Die vom Südtiroler Sanitätsbetrieb organisierte Veranstaltung richtet sich an Medizinstudentinnen und -studenten sowie an Studienabsolventinnen und -absolventen im medizinischen Bereich.
Im Laufe der Veranstaltung wurden die zahlreichen Arbeits-, Ausbildungs- und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten vorgestellt, die der Südtiroler Sanitätsbetrieb jungen Menschen auf ihrem Weg in den Arztberuf bietet. Besonderes Augenmerk galt den Spezialisierungs- und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Sanitätsbetriebes. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion blieb anschließend viel Raum für die Fragen der anwesenden jungen Menschen.
„Ich war viele Jahre als Arzt im Krankenhaus tätig und weiß sehr gut, wieviel Sie für Ihre Spezialisierung lernen und wie wichtig es ist, Erfahrungen zu sammeln“, sagte der Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, Hubert Messner, zu Beginn seiner Grußworte. „Früher oder später werden Sie sich alle fragen: ‚Wo werde ich künftig arbeiten und wie kann ich Karriere machen?‘ Dieser Abend soll genau diese Fragen beantworten und Ihnen zeigen, welche Möglichkeiten der Südtiroler Sanitätsbetrieb bietet. Wir brauchen Sie, Ihren Einsatz, Ihre Begeisterung und Ihre Anregungen dazu, was wir besser machen müssen. Wir bitten Sie, sich an diesem Entwicklungsprozess zu beteiligen, denn Sie sind unsere Zukunft, aber auch unsere Gegenwart.“
Auch der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Christian Kofler, hieß die vielen jungen Menschen im Saal persönlich willkommen: „Der Südtiroler Sanitätsbetrieb und das Südtiroler Gesundheitswesen bieten jungen Ärztinnen und Ärzten zahlreiche Möglichkeiten für ihre berufliche Zukunft. Da unser Betrieb sehr groß ist, gibt es viele Tätigkeitsfelder, und je nach Ihren Interessen können Sie sich innerhalb des Betriebes beruflich weiterentwickeln. Die Karrierechancen sind vielfältig und Sie haben auch die Möglichkeit, den Bereich zu wechseln.“
Anschließend lud der Generaldirektor alle Anwesenden dazu ein, „Investment for the Future“ zu nutzen, um Fragen zu stellen, sich zu informieren und „die verschiedenen ärztlichen Berufe näher kennenzulernen“.
„Wenn ich auf meine Zeit als junger Assistenzarzt zurückblicke, erinnere ich mich sehr gut an den Moment, als ich mich für die Chirurgie entschied. Ich muss zugeben, dass diese Entscheidung mit einer gewissen Naivität, aber auch mit großem Idealismus und viel Begeisterung getroffen wurde. Diese Gefühle waren so stark, dass alles andere in den Hintergrund trat“, erzählte Sanitätsdirektor Josef Widmann den Anwesenden. „Ich lade Sie alle ein, Ihre Spezialisierung nicht nur nach den Arbeitsbedingungen, den Arbeitszeiten oder den gebotenen Möglichkeiten auszuwählen, sondern vor allem danach, was Sie wirklich begeistert. Gerade diese Motivation wird Sie tragen und Ihnen die Kraft geben, den Arbeitsalltag, die Dienste, die Rufbereitschaften und alle Herausforderungen des Arztberufs zu bewältigen. Wenn Sie heute Medizin studieren oder junge Ärztinnen und Ärzte sind und sich fragen, welchen Weg Sie einschlagen sollen, kann ich Ihnen sagen: Eine solide Ausbildung eröffnet praktisch alle beruflichen Möglichkeiten. Das Südtiroler Gesundheitswesen bietet sowohl während der Ausbildung als auch danach zahlreiche Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung und Spezialisierung.“
Zu den vielen interessanten Beiträgen des Abends gehörte auch jener der Primarin der Abteilung Pädiatrie am Krankenhaus Bozen, Laura Battisti: „Südtirol ist keine medizinische Peripherie. Hier können wir sowohl eine solide fachärztliche Grundausbildung anbieten, die für das berufliche Fortkommen unverzichtbar ist, als auch eine Ausbildung auf hohen Niveau, denn wir verfügen über kompetentes Personal und moderne Technologien. Heute haben wir sogar eine Universität hier in Bozen – etwas, das bis vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Ihr Entwicklungspotenzial ist enorm, wenn Sie die Herausforderung annehmen, bei uns zu arbeiten. Denn hier wird großer Wert auf die Einhaltung der Regeln und der Arbeitszeiten sowie auf die Inanspruchnahme des Urlaubs gelegt – Aspekte, die für das Privatleben von sehr großer Bedeutung sind.“
Die Veranstaltung „Investment for the Future“ zeigt, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb die Ausbildung künftiger Generationen von Ärztinnen und Ärzten unterstützt und die Attraktivität des Südtiroler Gesundheitswesens stärken möchte. Zugleich fördert die Veranstaltung den direkten Austausch zwischen jungen Fachkräften und den Einrichtungen vor Ort.
Medieninformation: Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb, Tel. 366 6982268
RL
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- v.l. Dr.in Sabrina Balduzzi, Abteilungsdirektorin Personalverwaltung, Dr. Pietro Murrali, Arzt für Allgemeinmedizin, Generaldirektor Dr. Christian Kofler, Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann, Landesrat Dr. Hubert Messner, Dr.in Astrid Marsoner, Präsidentin der Ärztekammer, Dr. Michael Mian, Abteilungsdirektor IRTS, Dr. Alberto Zendrini, Direktor des Amtes für Anstellungen, Dr.in Isabella Summa, Direktorin des Landesamtes für Personal, Bildung und Beiträge im Gesundheitswesen, Dr.in Laura Battisti, Primaria der Pädiatrie des Krankenhauses Bozen, Dr.in Sieglinde Kofler, Primaria der Inneren Medizin des Krankenhauses Meran, Dr. Marco Angriman, Sanitätsdirektion, Dr. Martin Matscher, Abteilungsdirektor Personalentwicklung (Foto Sabes/RL) » [IMG 11 MB]
- Das junge Publikum (Foto Sabes/RL) » [IMG 12 MB]
- Landesrat Dr. Hubert Messner (Foto Sabes/RL) » [IMG 1 MB]
- Generaldirektor Dr. Christian Kofler (Foto Sabes/RL) » [IMG 2 MB]
- Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann (Foto Sabes/RL) » [IMG 11 MB]
- Primaria Dr.in Laura Battisti (Foto Sabes/RL) » [IMG 2 MB]
- Dr. Martin Matscher (Foto Sabes/RL) » [IMG 11 MB]
- Eindruck des Abends (Foto Sabes/RL) » [IMG 10 MB]
- Runder Tisch (Foto Sabes/RL) » [IMG 3 MB]



