Vektorübertragene Infektionen
Vektorübertragene Infektionen sind Infektionskrankheiten, die durch Viren, Bakterien oder andere krankheitserregende Mikroorganismen verursacht werden und durch den Stich oder Biss bestimmter Insekten – sogenannter Vektoren – auf den Menschen übertragen werden können. Beim Stechen oder Beißen können diese Erreger von einem Wirt auf einen anderen übertragen werden.
In unserem Gebiet sind für die öffentliche Gesundheit vor allem folgende Vektoren von Bedeutung:
- Mücken
- Zecken
- Sandmücken
In den letzten Jahren wird diesen Infektionen zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt, da sie von verschiedenen, miteinander verknüpften Faktoren abhängen: Umwelt, Tiere und Menschen. Aus diesem Grund wird zur Prävention und Kontrolle vektorübertragener Erkrankungen heute der One-Health-Ansatz („Eine Gesundheit“) angewendet, der die menschliche Gesundheit als eng verbunden mit der Tiergesundheit und der Qualität der Umwelt betrachtet.
So können etwa natürliche oder durch menschliche Aktivitäten verursachte Veränderungen der Landschaft, die Verbreitung von an der Übertragung beteiligten Tieren sowie der Klimawandel die Zirkulation von Vektoren und Infektionen begünstigen oder einschränken.
Durch Vektoren übertragene Infektionen können sowohl für die individuelle als auch für die öffentliche Gesundheit erhebliche Auswirkungen haben. Einige dieser Erkrankungen können zudem im Rahmen von Reisen oder Aufenthalten in Regionen eingeschleppt werden, in denen sie häufiger vorkommen.
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