Landesweites System zur Prävention von umwelt- und klimabedingten Gesundheitsrisiken (SPPS)

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb (SSB) und die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz (APPA) arbeiten seit Jahren im Bereich Umwelt–Gesundheit–Klima zusammen.

Kind auf der Wiese (Foto: privat)
Kind auf der Wiese (Foto: privat)

Auf Grundlage des Dekretes des Gesundheitsministers vom 9. Juni 2022 hat die Autonome Provinz Bozen mit dem Beschluss der Landesregierung Nr. 862 vom 10.10.2023 das Landesweite System zur Prävention von umwelt- und klimabedingten Gesundheitsrisiken (SPPS) eingerichtet und dessen Struktur, Organisation und Aufgaben genehmigt. Mit demselben Beschluss wurde zudem eine einheitliche Steuerungsgruppe (Task Force) eingesetzt, um die Prioritäten der Interventionen zu teilen und zur Definition von Plänen und jährlichen Tätigkeitsprogramme beizutragen.

Mit der Einrichtung des Landesweiten Systems zur Prävention von umwelt- und klimabedingten Gesundheitsrisiken (SPPS) wird die Steuerung durch eine strukturierte Koordination zwischen Gesundheit, Umwelt und den beteiligten Einrichtungen gestärkt.

Das SPPS wird die im Bereich der Umweltgesundheit vorgesehenen Strategien des Landespräventionsplans umsetzen und folgende Maßnahmen für die Zukunft vorsehen:

Querschnittsmaßnahmen:

  • Intersektoralität: Entwicklung integrierter Programme und Aktivierung der SPPS‑Task‑Force
  • Aus- und Weiterbildung: Schulungsprogramme zu Umwelt, Klima und Gesundheit
  • Kommunikation: Initiativen zu nachhaltigen Lebensstilen und zu gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels
  • Gerechtigkeit/Equity: Integration des Gleichstellungsprinzips.

Spezifische Maßnahmen:

  • Erstellung eines operativen Hitzeaktionsplans
  • Identifizierung von Gebieten mit ökologischer Anfälligkeit
  • Stärkung der chemischen Sicherheit
  • Förderung der Gesundheitsverträglichkeitsprüfung (VIS)
  • Verbesserung des Strahlenschutzes
  • Ausbau der Trinkwassersicherheit
  • Verbesserung der Innenraumluftqualität.