Gesundheitshotline 116117: Positive Bilanz nach zwei Wochen
Seit dem Start am 15. September wurden im Gesundheitsbezirk Bozen 1.276 Anrufe registriert – Besonders hohe Nachfrage an den Wochenenden und in den Nachtstunden - Dienst gibt laut Messner Orientierung.
Die neue Gesundheitshotline 116117 ist laut Gesundheitsressort erfolgreich gestartet. Seit Inbetriebnahme am 15. September haben sich insgesamt 1.276 Menschen an die zentrale Anlaufstelle für nicht dringende gesundheitliche Anliegen gewandt. Das entspricht durchschnittlich rund 91 Anrufen pro Tag.
Von Dienstag, 15. September, bis Montag, 28. September, wurden insgesamt 829 Anrufe zwischen 7 und 19 Uhr und 447 Anrufe zwischen 19 und 7 Uhr verzeichnet. Damit entfielen rund zwei Drittel der Anrufe auf die Tagesstunden und etwa ein Drittel auf die Nachtstunden. Auffällig ist die stärkere Nutzung an den Wochenenden: An den vier Samstagen und Sonntagen wurden insgesamt 553 Anrufe registriert, im Durchschnitt rund 138 pro Tag. An den zehn Werktagen waren es insgesamt 723 Anrufe bzw. durchschnittlich rund 72 pro Tag.
"Die ersten beiden Wochen zeigen, dass die 116117 von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen und tatsächlich genutzt wird", sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner zufrieden. "Gerade die höhere Nachfrage an den Wochenenden bestätigt den Nutzen einer Anlaufstelle, die rund um die Uhr erreichbar ist und Menschen bei gesundheitlichen Anliegen Orientierung gibt, wenn die üblichen Anlaufstellen nicht oder nur eingeschränkt erreichbar sind."
Orientierung statt Umwege
Die 116117 ist seit dem 15. September im Gesundheitsbezirk Bozen als Pilotprojekt aktiv und rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, kostenlos erreichbar. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen die Anrufe entgegen, klären das gesundheitliche Anliegen und helfen dabei, die passende Versorgung zu finden, etwa Hausärztin oder Hausarzt, Dienst für Betreuungskontinuität, Gemeinschaftshaus oder einen anderen Gesundheitsdienst.
"Mit der 116117 wollen wir den Zugang zur Gesundheitsversorgung einfacher und übersichtlicher machen“, betont Messner. „Wer gesundheitliche Beschwerden hat, die kein Notfall sind, bekommt mit einem Anruf Orientierung und wird, wenn notwendig, an die richtige Stelle weitergeleitet."
Die Erfahrungen sollen auch in die weitere Entwicklung des Dienstes einfließen. Eine schrittweise Ausweitung der 116117 auf das gesamte Landesgebiet ist nach Abschluss der Pilotphase vorgesehen.
Infos: https://www.sabes.it/de/rufnummer-116117
Zusatzinformationen
Für welche Anliegen ist die 116117 da?
Die 116117 ist die kostenlose Telefonnummer für nicht akute gesundheitliche Anliegen. Sie kann rund um die Uhr angerufen werden, wenn medizinischer Rat oder Unterstützung benötigt wird, aber keine unmittelbare Notfallsituation besteht.
Die Nummer ist derzeit ausschließlich im Gesundheitsbezirk Bozen aktiv. In der Pilotphase sind unter anderem die Gemeinschaftshäuser Bozen-Loew Cadonna, Klausen und Leifers eingebunden. Der Anruf ist sowohl vom Festnetz als auch vom Mobiltelefon aus kostenlos und ohne Vorwahl möglich. Die Beratung erfolgt auf Deutsch und Italienisch; bei Bedarf steht ein Dolmetscherdienst zur Verfügung.
Wichtig bleibt: Bei einem medizinischen Notfall und insbesondere bei Lebensgefahr gilt weiterhin die Notrufnummer 112. Die 116117 ist hingegen für gesundheitliche Anliegen gedacht, die keine akute Notfallsituation darstellen.
LPA/red/san
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- Gesundheitslandesrat Hubert Messner (links) und Koordinator Alessio Zancanaro (rechts) bei einer Besprechung in der Leitstelle der Hotline 116117. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 45 kB]
- Seit Inbetriebnahme am 15. September haben 1.276 Menschen die Gesundheitsholine 116117 für nicht dringende gesundheitliche Anliegen angerufen. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen dort die Anrufe entgegen, klären das gesundheitliche Anliegen und helfen dabei, die passende Versorgung zu finden. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 40 kB]
