Neue Krebstherapien: Chancen und Risiken

06.11.2026, 12:00

Neue Krebstherapien eröffnen verbesserte Behandlungsmöglichkeiten, stellen die Fachwelt aber auch vor neue Herausforderungen. Ihr wirksamer Einsatz und der Umgang mit Nebenwirkungen stehen im Mittelpunkt einer Fachtagung des Südtiroler Sanitätsbetriebes in Bozen.

Dr.in Stefania Kinspergher und Prof. Massimo Di Maio (in der Mitte) mit den Gewinnerinnen und Gewinnern der Young Oncologists Competition (Foto: Sabes/VS)
Dr.in Stefania Kinspergher und Prof. Massimo Di Maio (in der Mitte) mit den Gewinnerinnen und Gewinnern der "Young Oncologists Competition" (Foto: Sabes/VS)

Neue Krebsbehandlungen und mögliche Nebenwirkungen stehen zwei Tage lang im Mittelpunkt der Fachtagung „Next-tox oncology“ im Four Points by Sheraton in Bozen. Die Tagung hat heute (6. November) begonnen und endet am Samstag, 7. November, um 13:00 Uhr. Rund 75 Fachleute sind der Einladung von Dr. Luca Tondulli, dem Primar der Abteilung Onkologie am Krankenhaus Bozen, gefolgt.

„Die medizinische Onkologie erlebt derzeit eine beispiellose therapeutische Revolution, die durch die Einführung innovativer Arzneimittel wie der Immuntherapie, der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) und der bispezifischen Antikörper vorangetrieben wird“, so Primar Tondulli. „Diese neuen Moleküle eröffnen für eine wachsende Zahl von Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen deutlich verbesserte Behandlungsperspektiven. Gleichzeitig stellen die Komplexität ihrer Wirkmechanismen sowie die oft einzigartigen und spezifischen Toxizitätsprofile die onkologische Fachgemeinschaft vor neue Herausforderungen.“ Um diese Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen, braucht es zugleich fundiertes Wissen über die jeweiligen Nebenwirkungen und deren Behandlung. Die Tagung greift deshalb den wachsenden Bedarf an einer praxisnahen Fortbildung zu diesen therapeutischen Entwicklungen auf.

Ziel ist es, den Teilnehmenden das nötige Wissen und praktische Strategien für den Einsatz der neuen Therapien zu vermitteln: Wie wirken diese Medikamente? Welche Nebenwirkungen können auftreten und wie lassen sie sich erkennen und einordnen? Im Mittelpunkt steht dabei, den Nutzen für die Patientinnen und Patienten zu maximieren und die mit der Anwendung verbundenen Risiken zu minimieren.

Der Kongress richtet sich an Onkologinnen und Onkologen, Hämatologinnen und Hämatologen, Fachärztinnen und -ärzte verwandter Disziplinen wie Gastroenterologie, Dermatologie, Neurologie, Kardiologie, Endokrinologie und Pneumologie und auch an Krankenhausapothekerinnen und -apotheker, Molekularbiologinnen und -biologen sowie spezialisierte Pflegekräfte. Im Mittelpunkt stand das Kennenlernen neuer Strategien, um die Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten durch einen multidisziplinären Ansatz und ein interaktives Veranstaltungsformat zu verbessern.

Neben Expertinnen und Experten des Südtiroler Sanitätsbetriebes, des Trentiner Sanitätsbetriebes (Asuit) und Prof. Massimo Di Maio, dem Präsidenten der Italienischen Vereinigung für Medizinische Onkologie "AIOM", sind auch Referierende aus anderen Regionen Italiens anwesend. Die wissenschaftliche Leitung hat Dr. Luca Tondulli, Primar der Abteilung Onkologie am Krankenhaus Bozen, sowie Dr.in Stefania Kinspergher und Dr.in Eva Regina Haspinger, beide Fachärztinnen der Onkologie am Krankenhaus Bozen, inne.

Medien-Informationen:
Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb, Tel. 366 6982268

VS

News: Detailseiten