RSV-Schutz für Babys: Vormerkungen starten wieder

23.09.2026, 09:05

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb bietet ab Montag, 28. September wieder Vormerkungen für die Immunisierung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) an.

RSV-Schutz für Babys: Vormerkungen starten wieder (Foto: 123rf, das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden)
RSV-Schutz für Babys: Vormerkungen starten wieder (Foto: 123rf, das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden)

Für Babys kann eine Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz RSV, deutlich schwerer verlaufen als für ältere Kinder oder Erwachsene. Das Virus, für das es keine spezifische Behandlung gibt, kann bei Säuglingen eine Bronchiolitis oder Lungenentzündung verursachen und in schweren Fällen einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb bietet deshalb auch in diesem Jahr wieder eine RSV-Prophylaxe für Babys im ersten Lebensjahr an.

RSV ist ein weit verbreitetes Atemwegsvirus, das vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auftritt. Besonders gefährdet sind sehr junge Säuglinge. Aber auch gesunde Babys können schwer erkranken. Bei der RSV-Prophylaxe handelt es sich nicht um eine klassische Impfung, sondern um die einmalige Gabe eines monoklonalen Antikörpers: Das Immunsystem muss diese nicht erst selbst bilden. Er wird einmal verabreicht und bietet dem Baby unmittelbar Schutz gegen schwere RSV-Verläufe. Die Erfahrungen der letzten Jahre sind durchwegs positiv. Seit Einführung der RSV-Immunisierung ist die Zahl der stationären Aufnahmen von Kindern unter einem Jahr deutlich zurückgegangen: von rund 200 in der Wintersaison 2023/24 auf 59 in der Saison 2025/26. Von diesen hatten 36 zuvor keine RSV-Immunisierung erhalten. Von diesen 36 Kindern mussten sieben auf der Neugeborenen-Intensivstation behandelt werden.

Landesrat Dr. Hubert Messner kennt die möglichen Komplikationen aus eigener Erfahrung: „RSV ist keine harmlose Erkältung, wenn die Kleinsten der Kleinen betroffen sind. Als Kinderarzt habe ich erlebt, wie schnell sich eine Atemwegsinfektion bei Säuglingen verschlechtern kann und wie belastend solche Verläufe für Babys und ihre Familien sind." Heute könne man schwere Verläufe deutlich besser verhindern. "Ich lade alle Eltern ein, ihren Kindern diesen Schutz zu ermöglichen", betont Dr. Messner.

Dr.in Laura Battisti, Primaria der Abteilung für Pädiatrie am Landeskrankenhaus Bozen weiß ebenfalls, dass Atemwegsinfektionen mit Beginn des Herbstes deutlich zunehmen: „Das RSV-Virus ist wie das Influenzavirus besonders weit verbreitet und ansteckend. Vor allem im ersten Lebensjahr ist es für Bronchiolitiden, auch für schwere Verläufe, verantwortlich. Die Immunisierung bringt wichtige Vorteile für die Kinder, ihre Familien und das Gesundheitssystem mit sich. Ich lade deshalb auch heuer alle Eltern ein, diese in Anspruch zu nehmen, um den Kleinsten den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.“

Die Vormerkungen für die RSV-Immunisierung in den Hygienediensten (über die Telefonnummer 100100, mit vorangestellter eigener Vorwahl, oder über https://sanibook.sabes.it) starten am Montag, 28. September 2026. Selbstverständlich kann die Immunisierung auch direkt bei den frei wählbaren Kinderärztinnen und -ärzten durchgeführt werden. Anspruch auf die Immunisierung haben in Südtirol ansässige Säuglinge, die zwischen April 2026 und März 2027 geboren wurden beziehungsweise werden, sowie Kinder mit Risikofaktoren, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für Kinder, die ab dem 1. Oktober 2026 geboren sind, bieten die Krankenhausabteilungen bereits vor der geburtshilflichen Entlassung den Schutz an.

Informationen für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb, Tel. 366 6982268

SF

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